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Re: zusatzkosten bei Online-Shops - wo führt das hin.

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  Sujet:   Re: zusatzkosten bei Online-Shops - wo führt das hin.  
 De: ngtemp2...@gmail.com (Christian Schmidlin)
 Groupes: ch.market
 Date: 22. Feb 2008, 07:33:12
 References: 1 2
On Fri, 22 Feb 2008 00:18:15 +0100, Peter Guhl <spamme@gmx.ch> wrote:

>Hallo
>
>Daniel Rueegg schrieb:
>> auf der Suche nach einigen Produkten im IT-Umfeld bin ich bei diversen 
>[...]
>
>> Die zusätzlichen Kosten, welche den Kunden neben dem Kaufpreis verlangt 
>> werden explodieren seit Anfang Jahr förmlich.
>[...]
>> ich mich aber wirklich fragen, ob ein %-Satz bei höheren Bestellbeträgen 
>> zu rechtfertigen ist. Der Service und deren Aufwände bleiben nähmlich 
>> praktisch gleich.
>
>AFAIK wird der %-Satz von den Banken dem Händler belastet. Da kann der 
>also nichts dagegen tun sondern die Banken sind da gefragt.
>
>> Da einige Shops jedoch keine Alternative-Zahlungsoptionen mehr bieten, 
>> muss ich mich wirklich fragen was das soll. 
>
>Stimmt. Da wurde dann etwas zu stark abgebaut. Es wäre sogar besser, 
>noch eine andere Variante zu bieten. Nur wenn die Kreditkarten-Umsätze 
>zurückgehen entsteht ein Druck auf die Banken und nur wenn der Händler 
>trotzdem noch Verkäufe machen kann wird er nicht das erste (und einzige) 
>Opfer dieser Situation.
>
>> Die nun immer öfter unverschämt hohen Portokosten, hinterlassen bei mir 
>> den Eindruck, dass hier die Shop-Betreiber Ihre Produkte zahlenmässig 
>> günstig anpreisen und dann über die Portokosten die Preise zu erhöhen. 
>
>Das kann gut sein :-( Ist ja auch bei Privatverkäufern in 
>Internet-Auktionen ein öfters zu beobachtender Trick. Da ist aber wohl 
>ein Kreislauf im Gange, denn wenn die als allererstes sichtbare Zahl - 
>und das ist der Nettopreis - macht der Kunde überhaupt weiter.
>
>> Herstellers liegt. Dies ist immer weniger der Fall. Die Gewinnmarche ist 
>> dabei aber nicht umbedingt wirklich kleiner geworden, wie die teilweise 
>> sehr unterschiedlichen Preise bei verschiedenen, vergleichbaren, Anbieter 
>> zeigen. 
>
>Hier gibt es noch das Problem, dass in der Schweiz kleine 
>Hardwarehändler die Ware praktisch nur über Distributoren beziehen 
>können, die selber auch eine Ladenkette betreiben. Dann kriegen sie 
>Einkaufspreise, die nicht mehr wirklich unter den Endverbraucherpreisen 
>der fraglichen Kette liegen. Ausserdem werden sie von den grossen 
>(direkt importierenden) Discountern an die Wand gefahren und von 
>branchenfremden Händlern (z.B. Büromateriallieferanten oder gar 
>x-beliebige Detailhändler) konkurrenziert, die immer wieder in Aktionen 
>u.ä. günstige Posten IT-Material fast zum Einstandspreis verramschen. 
>Mein Arbeitgeber (IT-Dienstleister) hat dieses Problem. Da kaufen wir 
>über den offiziellen Disti einen Drucker für's eigene Büro und kriegen 
>zwei Tage später von irgend einem Büromöbelladen einen Prospekt, wo der 
>gleiche Drucker für 20% unter unserem Einstandspreis ausgeschrieben ist.
>
>> Irgendwie habe ich den Eindruck gewonne, dass Preis/Leistung für 
>> den Kunden immer schlechter wird. 
>
>Bzw. viele Händler heute nur gerade noch die gleichen Konditionen 
>kriegen wie Endkunden... und folglich nur noch Konditionen weitergeben 
>können, die mieserabel sind.
>
>> Beide wollen leben, aber derzeit bitte 
>> mit Anstand. Wenn man sieht, das viele Produkte erst beim Kunden fertig 
>> entwickelt werden.......
>
>Die Reklamationen vom Kunden hat ja dann der Händler und nicht der 
>Hersteller (und auch nicht der grosse Discounter, denn wer dort kauft 
>weiss schon vorher, dass ihm da keiner gross helfen kann, wenn's nicht 
>läuft). Das kratzt also die Verursacher der Misere nicht wirklich.

Da gibts als kleiner Händler nur eins, speziell für "Kunden" die beim
Discounter gekauft haben und dann Beratung vom Kleinhändler haben
möchten: Jeden Service, und sei er noch so klein, mit Hinweis auf die
nicht mehr vorhandenen Margen berechnen, aber fair!

Interessant dünkt mich in diesem Zusammenhang, dass speziell Firmen
mit hohen Margen, höchst nervend darauf reagieren, wenn in der IT
Branche wo Preise und Margen zerfallen, wenigstens Arbeit und Spesen
reell fakturiert werden.

Ich seh das immer wieder bei einem Kollegen. 
Da kauft sein Kunde (Firma, KMU, finanziell potent) irgendwas,
irgendwo. 
Mein Kollege soll's richten, möglichst sofort. 
Wenn dann die Rechung eintrifft für die aufgewendete Zeit, (zu einem
reduzierten Stundensatz der mal vereinbart wurde im Hinblick auf in
Aussicht gestellte Bezüge von HW und SW, die aber nie stattfanden
(siehe oben), versucht der Kunde jedesmal noch 10 bis 20%
wegzudiskutieren in dem er die erbrachte Dienstleistung in Frage
stellt.
So einen Kunden sollte man ohne Reue in die Wüste schicken.

>
>> Das andere ist natürlich die Kunden mit Ihrer "Geiz ist geil" Mentalität, 
>> die in gewissen Segmentenb weit verbreitet ist.
>
>Die hat dafür gesorgt, dass alle, die es sich leisten können, die Kosten 
>und den Ärger an die schächste Stelle im System abgewälzt haben. Oft ist 
>das der kleine Fachhändler, manchmal auch gleich der Kunde selbst.
>
>> So nun habe ich meinen Frust etwas ausgelebt :-)
>
>Ich auch... ;-)
>
>Grüsse
>    Peter


Ich auch,


Chris


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